AHK-Cu

Präklinisch

Auch bekannt als: Alanin-Histidin-Lysin-Kupfer, Copper Tripeptide-3, L-Alanyl-L-Histidyl-L-Lysin-Cu²⁺

AHK-Cu (Copper Tripeptide-3) ist ein Kupfer-Tripeptid-Komplex, der das Wachstum menschlicher Haarfollikel über die Stimulation von Dermal-Papilla-Zellen (DPCs) fördert. In ex-vivo-Studien steigerte AHK-Cu die Follikelelongation und DPC-Proliferation bei Konzentrationen im pikomolaren bis nanomolaren Bereich. Gleichzeitig aktiviert der Kupferkomplex Fibroblasten, stimuliert die Kollagen- und Elastinsynthese und besitzt antioxidative Eigenschaften über Kupfer-abhängige Enzymsysteme wie Lysyloxidase und Superoxiddismutase.

AHK-Cu – Wissenschaftliche Illustration

KATEGORIE

Kosmetik & Hautschutz

HALBWERTSZEIT

Nicht bestimmt (topisches Peptid)

VERABREICHUNG

Topisch / Subkutan (Mesotherapie)

EVIDENZ

Niedrig

ANWENDUNGSDAUER

8–16 Wochen topisch

Nur Tier- und Laborstudien. Keine kontrollierten Humanstudien abgeschlossen.
Erste Sicherheitsstudien am Menschen. Kleine Gruppen (20-80 Probanden).
Wirksamkeits- und Dosisfindungsstudien. Mittlere Gruppen (100-300 Probanden).
Groß angelegte Wirksamkeitsstudien. Tausende Probanden, Vergleich mit Placebo.
Von der FDA als sicher und wirksam eingestuft. Verschreibungspflichtiges Medikament.

Aktueller Status: Präklinisch

Kupferpeptid-Komplex mit ex-vivo- und in-vitro-Daten für Haarwachstum und Hautregeneration. Keine kontrollierten klinischen Humanstudien abgeschlossen. Strukturell verwandt mit dem besser erforschten GHK-Cu.

Beliebt für

HaarwachstumHautgesundheitRegeneration

Wirkmechanismus

AHK-Cu ist ein Tripeptid (Ala-His-Lys) mit einem Kupfer(II)-Ion als Metallkofaktor. Die Histidin-Seitenkette bildet die primäre Koordinationsstelle für das Cu²⁺-Ion. Als Carrier-Peptid transportiert AHK-Cu bioverfügbares Kupfer in Zielzellen, wo es als Kofaktor für Schlüsselenzyme dient: Lysyloxidase (Kollagen- und Elastin-Vernetzung), Superoxiddismutase (antioxidativer Schutz) und Tyrosinase (Melaninsynthese). Im Haarfollikel stimuliert AHK-Cu die Proliferation von Dermal-Papilla-Zellen über VEGF-Hochregulation bei gleichzeitiger TGF-β1-Suppression. VEGF verbessert die Follikelblutversorgung, während TGF-β1-Hemmung vor Follikelregression schützt. AHK-Cu erhöht zudem das Bcl-2/Bax-Verhältnis und reduziert die Caspase-3- und PARP-Spaltung, was anti-apoptotische Effekte auf DPCs ausübt. In der Haut aktiviert AHK-Cu Fibroblasten und steigert die Synthese von Kollagen Typ I/III, Elastin und Glykosaminoglykanen.

Dosierung

Topische Anwendung (Kopfhaut)

Dosis

50 bis 200 ppm Cu²⁺

Frequenz

1–2× täglich

Verabreichung

Topisch auf Kopfhaut

Zyklus: 12–24 Wochen

Als Serum oder Lotion auf gereinigte Kopfhaut auftragen. Kombination mit Mikroneedling kann die Penetration verbessern.

Topische Anwendung (Gesicht/Anti-Aging)

Dosis

50 bis 100 ppm Cu²⁺

Frequenz

1× täglich abends

Verabreichung

Topisch auf Gesichtshaut

Zyklus: 12–16 Wochen

Nach Reinigung und vor Feuchtigkeitscreme auftragen. Nicht mit starken Säuren (AHA/BHA) oder Vitamin C gleichzeitig verwenden.

Timing & Einnahme

Beste Einnahmezeit

Abends

Mahlzeiten

Nicht relevant (topische Anwendung)

Warum dieses Timing?

Abendliche Anwendung nutzt die nächtliche Reparatur- und Wachstumsphase. Haarfollikel und Hautzellen zeigen nachts erhöhte mitotische Aktivität, was die Aufnahme und Wirksamkeit von Wachstumsfaktoren begünstigt.

Mögliche Nebenwirkungen

Nicht jeder erlebt diese Effekte. Individuelle Reaktionen variieren.

Leichte Hautrötung oder Irritation bei Erstanwendunggelegentlich
Kupfer-bedingte grünliche Verfärbung bei stark überhöhter Dosisselten
Kontaktdermatitis bei Kupferüberempfindlichkeitselten
Vorübergehendes Kribbeln oder Wärmegefühl auf der Kopfhautgelegentlich

Studienlage (6 Studien)

AHK-Cu (Ala-His-Lys-Cu²⁺) ist ein synthetisches Kupfer-Tripeptid, das in ex-vivo-Studien an humanen Haarfollikeln die Elongation signifikant steigerte und die Proliferation von Dermal-Papilla-Zellen (DPCs) bei Konzentrationen von 10⁻¹² bis 10⁻⁹ M förderte (Pyo et al., 2007). Mechanistisch erhöht AHK-Cu die VEGF-Produktion für verbesserte Follikelblutversorgung und unterdrückt TGF-β1, das an der DHT-induzierten Follikeldegeneration beteiligt ist. Strukturell eng verwandt mit GHK-Cu (Glycin statt Alanin), für das umfangreiche Daten zu Wundheilung, Kollagensynthese und der Regulation von über 4.000 Genen vorliegen (Pickart & Margolina, 2018). Klinische Humanstudien spezifisch für AHK-Cu fehlen bislang , die Evidenz basiert auf In-vitro- und Ex-vivo-Daten sowie Analogieschlüssen zu GHK-Cu.

AHK-Cu stimuliert humanes Haarfollikelwachstum und DPC-Proliferation

Pyo HK, Yoo HG, Won CH, Lee SH, Kang YJ, Eun HC, Cho KH, Kim KH · Archives of Pharmacal Research · 2007

Humane Haarfollikel und Dermal-Papilla-Zellen (ex vivo/in vitro)

AHK-Cu (10⁻¹² bis 10⁻⁹ M) stimulierte die Elongation humaner Haarfollikel ex vivo und die Proliferation von DPCs in vitro. Bei 10⁻⁹ M erhöhte sich das Bcl-2/Bax-Verhältnis, und Caspase-3/PARP-Spaltung wurden reduziert - anti-apoptotischer Schutz der DPCs.

GHK-Peptid als natürlicher Modulator zellulärer Signalwege in der Hautregeneration

Pickart L, Vasquez-Soltero JM, Margolina A · BioMed Research International · 2015

Umfassende Übersicht über GHK-Cu (strukturell eng verwandt mit AHK-Cu): Stimulation von Kollagen-, Elastin- und GAG-Synthese, Wundheilung, Reduktion von Falten und Photodamage. GHK reguliert über 4.000 Gene.

Regenerative und protektive Wirkungen von GHK-Cu im Licht neuer Gendaten

Pickart L, Margolina A · International Journal of Molecular Sciences · 2018

GHK-Cu reguliert über 4.000 menschliche Gene und beeinflusst Kollagensynthese, Antioxidans-Systeme, DNA-Reparatur und Entzündungshemmung. Die Daten sind hochrelevant für das strukturell verwandte AHK-Cu.

GHK und Geweberemodeling: umfassende Review der Kupferpeptid-Biologie

Pickart L · Journal of Biomaterials Science, Polymer Edition · 2008

GHK-Cu stimuliert Kollagen-, Elastin-, VEGF-, FGF-2- und NGF-Synthese, fördert Angiogenese und Haarfollikelvergrößerung. Anti-inflammatorische Wirkung über TGF-β1- und TNF-α-Suppression.

Stammzell-regenerierende Wirkung von Kupfer-freiem GHK in der Haut

Choi HR, Kang YA, Ryoo SJ, Shin JW, Na JI, Huh CH, Park KC · Journal of Peptide Science · 2012

Humane Keratinozyten und Hautäquivalent-Modelle (in vitro)

GHK erhöhte die Proliferation von Keratinozyten und die Expression von α6/β1-Integrin. Die Anzahl p63-positiver Stammzellen war signifikant erhöht , Hinweis auf verbesserte Stammzellaktivität in der Epidermis.

Ionische Flüssigkeits-Mikroemulsion für topische Kupferpeptid-Verabreichung

Liu T, Liu Y, Zhao X, Zhang L, Wang W, Bai D, Liao Y, Wang Z, Wang M, Zhang J · Bioactive Materials · 2023

Mausmodell (in vivo) und in-vitro-Permeationsstudien

Eine ionische Flüssigkeits-Mikroemulsion verbesserte die topische Aufnahme von Kupferpeptiden um das Dreifache. Im Mausmodell wurde die Wnt/β-Catenin-Signalkaskade aktiviert und VEGF-Expression gesteigert , relevante Erkenntnisse für die topische AHK-Cu-Applikation.

Detailwissen

Häufige Fragen

Quellenverzeichnis

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